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Seat Gebrauchtwagen kaufen | Lieferservice nach Köln

Seat brachte und bringt frischen Wind in die Automobilbranche. In der Tat handelt es sich um einen eher jungen Autobauer, wenngleich auch die Spanier bereits seit mehr als 70 Jahren auf dem Markt sind. Anders, als in der Entwicklung der meisten Mitbewerber, wurde jedoch in den ersten Jahren ausschließlich für den einheimischen Markt produziert. Zudem war Seat ein Lizenzbauer, der über Jahrzehnte keine eigenen Fahrzeuge entwickelte. Die frühere Eigenschaft als Staatsunternehmen wird auch anhand der Namensgebung deutlich. Die Buchstaben stehen für die Sociedad Española de Automóviles de Turismo oder in deutscher Übersetzung die „Spanische Gesellschaft für Personenkraftwagen“. Mittlerweile ist Seat jedoch Teil von Volkswagen und steht hier vor allem für junge, sportliche und preisgünstige Modelle.

Die Geschichte des Herstellers Seat

Die Gründung von Seat geschah unter der Herrschaft des spanischen Diktators Francisco Franco, der das Unternehmen im Jahr 1950 ins Leben rief. Als Firmenstandort wurde Martorell gewählt, das direkt vor den Toren der katalanischen Hafenmetropole Barcelona liegt. Bereits zu Beginn ging Seat eine enge Partnerschaft mit Fiat ein. Die Italiener waren mit sieben Prozent an dem Staatsunternehmen beteiligt und sorgten dafür, dass vor allem Fiat gebaut wurden, die jedoch mit Seat-Logo versehen wurden. Die Lizenzfertigungen erwiesen sich von Anfang an als erfolgreich und der Seat 600 war ebenso ein Verkaufsschlager wie der Seat 1500, der vor allem als Taxi berühmt wurde. Mit anderen Worten prägte Seat nachhaltig das Straßenbild in Spanien.

Die große Akzeptanz des Unternehmens führte zur Eröffnung des Centro Tecnico im Jahr 1975 und damit einer der modernsten Produktionsstätten Europas. Auch entsteht in dieser Dekade der Name Cupra für die Abteilung „Cup Racing“, die sich vor allem Sportfahrzeugen widmete. Cupra ist seit 2018 eine eigene Marke, sorgte allerdings auch maßgeblich für die Loslösung Seats von Fiat und den Bau erster eigener Modelle. Der Fura, der Ronda und der bis heute auf dem Markt erhältliche Kleinwagen Ibiza waren die ersten eigenen spanischen Modelle der jüngeren Vergangenheit. Möglich wurde dieser Innovationsschub auch durch die Kooperation mit Volkswagen, die schließlich noch in den 1980er Jahren zur Übernahme führte.

Seat war fortan eine international etablierte Marke und die pfiffigen Modelle erlangten auch in Deutschland Beliebtheit. In Martorell wurde Anfang der 1990er Jahre ein neues und noch modernes Werk gebaut und längst ist Seat ein echter Vollsortimentler auf dem Automarkt mit zuletzt 574.000 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2019.

Seat im Motorsport

Als spanisches Staatsunternehmen fremdelte Seat mit dem internationalen Motorsport. Die Fahrzeuge fuhren gelegentlich an nationalen Veranstaltungen mit und 1973 wurde sogar die spanische Meisterschaft im Rallyebereich eingefahren. Volkswagen machte sein Tochterunternehmen jedoch schon bald nach der Übernahme zum sportlichen Aushängeschild und investierte vor allem in Rallyefahrzeuge. Drei Weltmeistertitel waren der verdiente Lohn und seit einigen Jahren fährt Seat bzw. CUPRA auch bei Tourenwagenrennen mit. Des Weiteren zeigen sich die Spanier immer wieder bei Spezialrennen wie dem Pike‘s Peak erfolgreich.

Seat als Innovationshersteller

Seat gehört zu den innovativen Marken auf dem Automarkt und hat sich unter anderem für die Entwicklung von Geschwindigkeitsreglern bzw. Tempomat-Systemen verdient gemacht. Ebenfalls präsentieren die Spanier immer wieder spannende Concept Cars und arbeiten sowohl hier als auch bei den Serienfahrzeugen mit jeder Menge Digitaltechnik. In den Bereichen Konnektivität und Vernetzung ist der Hersteller führend und intern wird seit vielen Jahren ein jährlicher Wettbewerb um die besten Ideen ausgetragen. Ebenfalls zu nennen sind die kontinuierlichen Verbesserungen und Modernisierungen direkt am Firmenstandort in Martorell, der ein echtes Aushängeschild ist.

Verfügbare Modelle bei Seat

Vobei sind die Zeiten, in denen Seat in erster Linie das Kleinwagensegment bediente. Der Ibiza ist und bleibt aber einer der Verkaufsschlager und ist seit 1984 im Angebot. Darunter rangierte die Mii als Kleinstwagen, der mittlerweile nur noch mit Elektroantrieb zu haben ist. Das Pflegen von Traditionen zeigt sich auch anhand des Leon, der auch schon seit mehr als 20 Jahren auf dem Markt ist und deutlich mehr als „nur“ ein Ableger des jeweils aktuellen VW Golf ist. Wer die Kompaktklasse sportlich und mit viel Platz mag, der liegt mit diesem Modell goldrichtig.

Ein spannendes Profil zeigt Seat bei den SUV. Der Arona ist ein Mini-SUV, der Ateca fährt im Kompaktbereich und mit dem Tarraco beweist der Autobauer, dass er nicht nur das „klein-klein“ beherrscht, sondern große und wuchtige Fahrzeuge ebenfalls zum Sortiment gehören. Zuletzt ist der Alhambra die Nummer eins, wenn es um Größe geht und lässt sich bereits seit vielen Jahren als Van und damit auch als Siebensitzer fahren.